Die Pfarre „Bruder Klaus“ in Dornbirn-Schoren erinnert am Sonntag, 19. April, im Rahmen eines Gottesdienstes an den Völkermord vor hundert Jahren in Armenien. Beginn der Messfeier ist um 9.30 Uhr.
Kaum beachtet von der Öffentlichkeit ereignete sich vor genau hundert Jahren im Osten des Osmanischen Reiches eine menschliche Tragödie. Zeitgleich zum ersten Weltkrieg, der in Europa wütete, wurden bis zu 1,5 Millionen Armenien mit systematischen Massakern verfolgt und umgebracht. Die Türkei weist bis heute den Vorwurf eines Genozids zurück und spricht von tragischen Kriegsereignissen.
Dieses Ereignis wirkt bis heute in den Köpfen der armenischen Bevölkerung nach und beeinflusst gleichzeitig die Politik Armeniens, der Türkei, aber auch der Nachbarstaaten wie Aserbeidschan. Eine Aussöhnung scheint noch in weiter Ferne. Armenien ist eines der Schwerpunktländer der Auslandsarbeit der Caritas Vorarlberg – verschiedene Projekte, wie aktuell der Bau eines Förderzentrums für Kinder und Jugendlichen mit Behinderung, bringen nicht nur eine entscheidende positive Wende für die betroffenen Kinder und ihre Familien mit sich sondern bewirken auch ein Umdenken in der Gesellschaft.
Anlässlich des hundertsten Jahrtages erinnert die Pfarre „Bruder Klaus“ in Dornbirn-Schoren im Rahmen eines Gottesdienstes am Sonntag, 19. April, um 9.30 Uhr an die Opfer und daran, dass ein Unrecht in dieser Form nie wieder geschehen darf. ArmenierInnen, die in Vorarlberg leben, werden den Gottesdienst mit Liedern in ihrer Muttersprache umrahmen, im Anschluss an die Messfeier ist eine Agape auf dem Kirchplatz geplant.
Pfarre „Bruder Klaus“ in Dornbirn-Schoren