In Dornbirn wurde der erste „Platz für UN-Kinderrechte“ in Vorarlberg eingerichtet. Am Mittwoch, 18. März ist die Eröffnung im Kulturhauspark geplant. Initiiert wurde das Projekt von den Kinder- und Jugendbotschafter*innen für UN-Kinderrechte und SDGs der Caritas Auslandshilfe. Ihr Ziel war es, einen Ort der Menschenrechte in Vorarlberg zu schaffen – ganz im Zeichen der UN-Kinderrechte.
Der neue Kinderrechteplatz macht sichtbar, was oft übersehen wird: Kinder haben Rechte. Im Kulturhauspark sind neuerdings 13 kreativ gestaltete, beidseitig bedruckte Schilder zu finden – manche gut sichtbar, andere ganz bewusst etwas versteckt. Kindgerecht formuliert, laden sie mit Fragen, kleinen Rätseln und interaktiven Elementen Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu ein, stehenzubleiben, nachzudenken, Neues zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Standort im Kulturhauspark
Der Standort im Kulturhauspark wurde bewusst gewählt: zentral gelegen, gut erreichbar und bereits ein beliebter Treffpunkt für Familien. „Zudem knüpft der Kinderrechteplatz an bestehende Infrastruktur an. Elemente wie der Spielplatz, der Weidenunterschlupf, der Friedenspfahl, der Bücherschrank oder die Hochbeete der `Essbaren Stadt´ werden gedanklich und symbolisch mit den Kinderrechten verbunden und dadurch neu erlebbar gemacht“, erläutert Jubo Johanna Lutzmayer. „In Vorarlberg beschäftigen sich viele Institutionen direkt oder indirekt mit den UN-Kinderrechten, wir wollen mit ihnen ein Netzwerk aufbauen“, ergänzt Koordinatorin Nico Kantner.
100 % Kinder- und Jugendbeteiligung
Beim Dornbirner Kinderrechteplatz haben von Beginn an Kinder und Jugendliche Entwicklung, Gestaltung, Umsetzung und Präsentation aktiv und maßgeblich übernommen. „Sie erarbeiteten Inhalte, brachten ihre Perspektiven ein, präsentierten das Projekt bei potenziellen Partner*innen, bei der Stadt- und Verkehrsplanung und in verschiedenen anderen Gremien. Vor allem aber übernahmen sie Verantwortung – auch dann, wenn es herausfordernd wurde“, berichtet Nico Kantner stolz. Jubo Viola Amann ergänzt: „Von Kindern für Kinder Jugendpartizipation wird sich immer gewünscht, doch gelebt wird sie selten. Der Kinderrechteplatz soll nicht nur die Kinderrechte sichtbar machen, sondern auch Kinder und Jugendliche selbst. Jugendbeteiligung war nie weg, genauso wie wir Kinder und Jugendliche immer da sein werden. Wir haben nur damit angefangen uns selbst den Raum für unsere Sichtbarkeit und die Sichtbarkeit unserer Rechte zu nehmen!“ Ein großer Dank geht hier an Kinder- und Jugendanwalt Christian Netzer, der die Jubos und Kibos von Anfang an bei diesem Prozess bestärkt und unterstützt hat.
Der neue Kinderrechteplatz soll ein lebendiger Ort sein – mit zahlreichen engagierten Partner*innen und Initiativen aus der Region sind Workshops, Aktionen und Veranstaltungen geplant. Konkrete Ideen sind beispielsweise ein Crashkurs in ÖGS Gebärdensprache, Workshops zu Klimawandel und Demokratie, ein Geschichtenuniversum sowie eine Graffiti-Jam. Auch Familienfeste, Flohmärkte und Kleidertauschpartys sollen hier ihren Platz finden.
Die geplanten Veranstaltungen der Kooperationspartner*innen sind auf der Homepage jugendbotschafter-vorarlberg.at sowie auf Instagram unter
#jugendbotschafter_vorarlberg veröffentlicht.
Die offizielle Eröffnung findet am Mittwoch, 18. März 2026 um 15.30 Uhr direkt im Kulturhauspark statt. „Gemeinsam setzen wir ein klares Zeichen: Kinderrechte müssen im öffentlichen Raum sichtbarer und bekannter werden – und bleiben.
Denn: Kinder haben nicht immer recht – aber sie haben immer Rechte“, so die Kinder- und Jugendbotschafter*innen abschließend.
Kinder- und Jugendbotschafter*innen für UN-Kinderrechte und SDGs der Caritas Auslandshilfe Der vielseitige Wirkungsbereich der Kinder- und Jugendbotschafter*innen basiert auf den UN-Kinderrechten und den Sustainable Development Goals (SDGs) sowie auf deren vielfältiger Vermittlung und Bekanntmachung. Neben Workshops an Schulen, Bildungsmusicals und Dialogveranstaltungen ist es den JuBos und KiBos ein besonderes Anliegen, die Sichtbarkeit der Kinderrechte auch im öffentlichen Raum zu stärken. Die 13 Schilder wurden dankenswerterweise von folgenden Schirmherr*innen mitfinanziert: Kinder- und Jugendanwaltschaft Vorarlberg – JugenDornbirn – aha Dornbirn – Peter & Heike Mennel – Großeltern für Enkelkinder – LZH Dornbirn – Simone Rettenbacher (für die Kooperationsschule VS Edlach Dornbirn) – Dornbirner Jugendwerkstätten – OJAD Dornbirn – Vorarlberger Kinderdorf – Katholische Jugend & Jungschar Vorarlberg – Vorarlberger Kinderbetreuung. Die Kosten für Anbringung und Befestigung der Schilder im Kulturhauspark wurden von der Stadt Dornbirn übernommen. |